Mit diesen 5 Finanzvorsätzen endlich Ordnung für dein Geld schaffen – für immer!

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Dry January, Veganuary, mehr Sport oder alles zusammen? So sinnvoll diese und andere Vorsätze sein mögen, leider sind sie oft von kurzer Dauer. Das wollen wir zumindest für dein Geld mit diesen fünf Finanzvorsätzen ändern. Denn sind deine Finanzen einmal richtig aufgegleist, dann laufen sie über Jahrzehnte wie am Schnürchen. In diesem Beitrag zeigen wir dir auf, wie du dein Vermögen stetig und automatisiert vermehren kannst, während du gleichzeitig den vollen Überblick über die laufenden Ausgaben behältst. Aber nicht nur das: Du erfährst, weshalb das richtige Money-Mindset ein so entscheidender Erfolgsfaktor auf dem Weg zu deiner finanziellen Freiheit ist.  

Kurz & bündig

  • Finanzen sind nicht der Mittelpunkt unseres Lebens, sondern Finanzen sollen uns dabei unterstützen, unser Leben so zu leben, wie wir uns das wünschen.
  • Diese fünf Finanzvorsätze helfen dir dabei, dieses Ziel zu erreichen:
    • Geldbildung aneignen: Wichtige Schlüsselbegriffe wie Rendite, Risiko, Zinseszinseffekt und passives Investieren verstehen
    • Eigene Finanzen kennen: Nettovermögen und Sparquote ermitteln
    • Sparquote erhöhen: Je höher die Sparquote, desto rascher hast du die finanzielle Freiheit erreicht
    • Schulden tilgen und Notgroschen aufbauen für unerwartete, nicht versicherte Ereignisse aufbauen
    • Regelmässig Investieren: passiv in Aktien-ETFs, automatisiert, mit fixen Beträgen, zu Beginn des Monats

Das Wichtigste zuerst

Vermögensaufbau ist kein Selbstzweck. Auch wollen wir mit diesen Finanzvorsätzen weder eine kleinliche Rappenspalterei fördern, noch bei sinnvollen Ausgaben wie Spenden den Rotstift ansetzen. Denn für uns ist klar: Finanzen sind nicht der Mittelpunkt unseres Lebens, sondern Finanzen sollen uns dabei unterstützen, unser Leben so zu leben, wie wir uns das wünschen. Ein für uns lohnendes Ziel ist ein eigenverantwortliches Leben ausserhalb des Hamsterrads.

Egal, welche Ziele du verfolgst, wenn du finanziell abgesichert bist, lässt es sich einfach unbeschwerter Leben, sei es im Job, auf Reisen oder wenn du wieder einmal die Lust verspürst, frei deine Meinung zu äussern.

Diese fünf Finanzvorsätze, auf welche wir in diesem Beitrag vertieft eingehen, sollen dir den Weg für die finanzielle Freiheit bzw. ein selbstbestimmtes Leben ebnen:

Finanzvorsätze
Sind die eigenen Finanzen im Lot, lässt sich unbeschwerter Leben.

Finanzvorsatz Nr. 1: Geldbildung aneignen

Weshalb sollte ich das tun?

Wir starten mit dem allgemeinsten aller Finanzvorsätze: deiner finanziellen Bildung. Die Hauptmotivation besteht, wie bereits einleitend erwähnt, darin, dass finanzielle Sicherheit ein entscheidender Faktor für ein unbeschwertes, freies Leben ist. Auf der «operativen Ebene» verleiht dir eine solide Finanzbildung bei deinen Anlageentscheidungen Stabilität und verschont dich vor unüberlegtem Handeln. Konkret: Hast du dir einige Finanzbasics verinnerlicht, so wirst du nicht beim ersten grösseren Börsentaucher aus Panik all deine Wertschriften verlustreich verkaufen.

Die Herausforderung ist also vor allem mentaler Natur bzw. hängt mit dem «richtigen» Money-Mindset zusammen und erst in zweiter Linie mit der korrekten praktischen Umsetzung.

Wie setze ich das um?

Die von uns bevorzugte passive Anlagestrategie mit breit diversifizierten Aktien-ETFs ist wissenschaftlich fundiert und einfach umzusetzen. Doch ganz ohne Geldbildung geht es nicht. Konkret solltest du zumindest die folgenden drei «Finanzweisheiten» beherzigen:

Das Zusammenspiel zwischen Rendite und Risiko verstehen

Ohne Risiko gibt es keine Rendite. Aber nicht nur das: Keine Rendite bedeutet auch, dass dein Vermögen durch die Inflation stetig an Wert verliert. Um die Kaufkraft zu erhalten, müsstest du dein Erspartes in der Schweiz aktuell mit rund 1.5% verzinsen. Bereits dieses bescheidene Renditeziel kannst du mit risikoarmen Anlagen wie das einlagengesicherte Bankkonto kaum erreichen.

Und dennoch: Für die laufenden Ausgaben und den Notgroschen sind solch sichere und liquide Anlagen genau das Richtige. Denn bei diesen Zwecken geht es nicht um Rendite, sondern es stehen Werte wie Sicherheit (d.h. kein Risiko in Form von Wertschwankungen) und sofortige Verfügbarkeit im Vordergrund.

Anders sieht es beim langfristigen Vermögensaufbau aus, wozu auch die 3. Säule der Altersvorsorge gehört. Hier können kurzfristige Wertschwankungen problemlos in Kauf genommen werden. Das heisst, ohne risikobehafte Anlagenklassen wie «Aktien» ist es dir schlicht nicht möglich, real dein Vermögen zu erhalten, geschweige denn zu vermehren. Im Gegensatz zu Einzelaktien schützen dich breit diversifizierte Aktien-ETFs vor dem Klumpenrisiko «Totalverlust», weshalb sie unser bevorzugtes Anlagevehikel sind. 

Fassen wir zusammen: Jede Geldanlage, so unterschiedlich sie auch sein mag, kann maximal nur zwei der drei Werte «Rendite», «Sicherheit» und «Verfügbarkeit» erfüllen, niemals jedoch alle drei.

In unserem Beitrag Das Magische Dreieck der Geldanlage erfährst du mehr über das Zusammenspiel zwischen Rendite, Sicherheit (Risiko) und Verfügbarkeit.

Den mächtigen Effekt des Zinseszinses verstehen

Albert Einstein soll einst gesagt haben: «Der Zinseszinseffekt ist das achte Weltwunder. Wer ihn versteht, verdient daran, alle anderen bezahlen ihn.» Der Zinseszinseffekt ist tatsächlich einer der wichtigsten Unterstützer beim langfristigen Vermögensaufbau. Viele wissen das, aber nur wenige können sich konkret vorstellen, wie stark sich der Zinseszins tatsächlich auf ihre Geldanlage auswirkt. Beim Zinseszins spielen die beiden Faktoren Verzinsung und Zeit eine entscheidende Rolle: Je höher die Verzinsung und je länger die Haltedauer, desto mächtiger schlägt der Zinseszinseffekt durch, wie die Abbildung unten eindrücklich zeigt.

Finanzvorsätze
Selbst bei kleinen Startbeträgen von 10’000 CHF ist der Zinseszinseffekt mächtig, eine hohe Verzinsung und eine lange Anlagedauer vorausgesetzt.

Zinseszinsrechner🚀

CHF
CHF
Jahre
%

Kalkulation

Endkapital
?
Einzahlungen gesamt
?
Zinsen gesamt oder Gesamtertrag
?

Wenn du über 10 Jahre, monatlich 100CHF zu 5% investierst, beträgt dein Endkapital 23.763CHF. Dieses setzt sich zusammen aus 17.000CHF Einzahlungen und 6.763CHF Zinsen oder Kapitalerträgen.

Diagramm

Noch drastischer wirkt der Zinseszins bei einem höheren Startvermögen von 100’000 CHF und ebenfalls 8% jährlicher Wertsteigerung aus: Nach den ersten 10 Jahren hast du bereits 215’892 CHF (+116%) Vermögen angesammelt, nach weiteren 10 Jahren stolze 466’096 CHF (+366%) und nach weiteren 10 Jahren bzw. nach gesamthaft drei Dekaden, ja dann bist du Millionär! Unglaublich: Dieses Kunststück schaffst du, ohne zwischendurch auch nur einen Franken investiert zu haben.

Im Artikel Behavioral Finance: Wie du die 13 grössten Denkfehler bei deiner Geldanlage vermeidest haben wir das Verkennen des Zinseszinseffekts als den folgenschwersten Anlagefehler bezeichnet.

Die Vorzüge des passiven Investierens verstehen

Passives Investieren heisst indexbasiert investieren. Dies wiederum bedeutet, dass du dich mit der (globalen) Marktrendite zufriedengibst bzw. den Markt nicht schlagen kannst. Bei der Anlageklasse «Aktien» beträgt die jährliche Marktrendite im langfristigen Vergleich durchschnittlich rund 8%.

Wenn du also davon ausgehst, dass auch in Zukunft die globalen Unternehmenswerte dank Innovation und Produktivität langfristig steigen werden (mit Rückschlägen), dann dürften breit diversifizierte Aktien-ETFs hoch in deiner Gunst stehen. Denn passives Investieren lässt sich am einfachsten und günstigsten mit ETFs umsetzen.

Im Gegensatz dazu bevorzugen klassische Vermögensverwalter das (für sie) lukrativere aktive Investieren. Gut für die Bank, schlecht für dich: Denn bei einem aktiven Management deines Vermögens musst du mit rund zehnmal höheren Kosten (Fees von 1 – 2% p.a.) als bei ETFs rechnen. Deshalb ist es auch nicht verwunderlich, dass kaum ein Vermögensverwalter langfristig und nach Kosten den Markt schlagen kann.

Weshalb wir von ETFs so begeistert sind, erfährt du noch ausführlicher im Artikel ETFs: Die Revolution der Geldanlage. Möchtest du deine Geldbildung weiter vertiefen, so empfehlen wir dir unsere Artikelserie Lerne Investieren – in 8 Lektionen.

Finanzvorsätze
Aller Anfang ist schwer, aber dank Geldbildung beisst du dir keine Zähne an deinen Finanzen mehr aus.

Finanzvorsatz Nr. 2: Deine Finanzen kennen

Weshalb sollte ich das tun?

Eine fundierte Standortbestimmung wird dir Klarheit über deine finanzielle Situation liefern. Aber nicht nur das: Du erfährst auch, welches deine grössten Ausgabenposten sind bzw. wo naturgemäss auch das grösste Sparpotenzial schlummert. 

Wie setze ich das um?

Bei der Bestandesaufnahme deiner Finanzen geht es darum, dass du deine Einkommensströme (aktive wie das Erwerbseinkommen und passive wie Dividenden), deine wichtigsten Ausgabenposten sowie als Differenz deine Sparrate ermittelst. Bei einem monatlichen verfügbaren Haushaltseinkommen von 10’000 CHF und Ausgaben von 8’000 CHF beträgt die Sparrate 2’000 CHF bzw. die Sparquote 20% (=2’000/10’000).

Zudem berechnest du dein Vermögen (im Wesentlichen bestehend aus deinen Barmitteln, Wertschriften und Immobilien), allfällige Schulden (z.B. Ausbildungs- und Konsumkredite, Hypotheken) sowie als Differenz dein Nettovermögen. Das Nettovermögen erachten wir als die wichtigste und aussagekräftigste Finanzkennzahl auf dem Weg zur finanziellen Freiheit. Denn anders als mit einem hohen Einkommen ist mit einem hohen Nettovermögen die finanzielle Sicherheit verbunden, oft in Kombination mit passiven Einkommensströmen wie Dividenden.

Finanzvorsätze
Sich einen Überblick über die eigenen Finanzen zu verschaffen, ist ein unerlässlicher, wenn auch manchmal mühsamer Schritt auf dem Weg zur finanziellen Freiheit.

Um die finanzielle Freiheit zu erreichen, kommt es also weniger darauf an, wie viel Geld du verdienst, sondern wie viel du davon sparst – und rentabel investierst, sodass sich dein Vermögen stetig vermehren kann. Damit kommen wir zum nächsten Vorsatz.

Finanzvorsatz Nr. 3: Sparquote erhöhen

Weshalb sollte ich das tun?

Wenn du finanziell frei werden möchtest, führt kein Weg an einer ambitionierten Sparquote vorbei. Deine Motivation: Je höher du sie ansetzt, desto rascher bist du finanziell frei bzw. unabhängig von deinem aktiv erwirtschafteten Erwerbseinkommen. Wie rasch es gehen kann, haben wir im Artikel Finanzielle Freiheit – Hype oder erstrebenswertes Ziel? beschrieben.

Wie setze ich das um?

Nachdem du über deine aktuelle Finanzsituation gemäss Finanzvorsatz Nr. 2 Bescheid weisst, geht es nun darum, die Sparquote zu erhöhen. Zur Erinnerung: Die Sparquote wird in Prozenten ausgedrückt und setzt die Sparrate (in CHF) ins Verhältnis zu deinem Gesamteinkommen.

Nun wie soll ich die Sparquote einfach so erhöhen? Zugegeben, dies ist einfacher gesagt als getan. Und trotzdem: Wir sind überzeugt, dass jede und jeder die Sparquote steigern kann. Für das Erreichen dieses Vorsatzes stehen dir zwei Hebel zur Verfügung: Erstens dein Einkommen erhöhen und zweitens deine Ausgaben reduzieren.

Am einfachsten und wirkungsvollsten kannst du deine Sparquote in besonderen Lebenssituationen erhöhen, indem du bei der einkommensabhängigen Konsumsteigerung nicht mitmachst. Diese besagt, dass mit steigendem Einkommen ebenso der Konsum steigt (und die Sparquote auf der Strecke bleibt). Dieser Zusammenhang ist wissenschaftlich bestätigt, wie wir später noch erläutern werden und trifft wohl auf die meisten Menschen zu. Doch als Individuum gibt es für dich im Leben kaum eine grössere Chance, die finanzielle Freiheit noch zu Lebzeiten zu erreichen als in genau solchen, von Lohnsprüngen geprägten Situationen!

Ein Beispiel aus eigener Erfahrung

Als wir studiert hatten, war ein bescheidener Lebensstil Pflicht. Mit unseren damals knappen finanziellen Mitteln gab es schlicht keine Alternative. Nach dem Studium haben wir dann das erste Mal «richtig» verdient, unseren Lebensstandard jedoch einige Jahre danach kaum erhöht. (Stefan besitzt auch Jahrzehnte später immer noch kein Auto.) Denn während des Studiums haben wir uns an einen bescheidenen Lebensstil gewöhnt. Nach solchen Lebensabschnittswechseln ist es relativ einfach möglich, deine Sparquote von einem Tag auf den anderen von 0 auf 50% und mehr zu erhöhen. Der umgekehrte Fall, also ein Downgrade des Lebensstandards, ist natürlich viel schwieriger zu akzeptieren und Einsparungen werden oft als schmerzhafte Einschnitte empfunden.

Wie erwähnt, es handelt sich dabei um ausgewählte und eher seltene, wenn nicht sogar einmalige Chancen. Widmen wir uns nun häufiger eintretenden Situationen, bei welchen wir unsere Sparquote bzw. unsere Investitionen erhöhen können.  

Beim Erwerbseinkommen bist du auf den Goodwill deines Chefs sowie dein Verhandlungsgeschick angewiesen. Längerfristig kannst du dein Einkommen auch klassisch durch Weiterbildungen und – darauf basierend – durch Übernahme von verantwortungsvolleren bzw. besser bezahlten Aufgaben steigern.

Der Ausgabenhebel als sofortigen Sparquoten-Booster

Der Ausgabenhebel hat den Vorteil, dass du damit rascher Wirkung erzielst, beim Konsumverzicht beispielsweise sofort. Also geh’ doch mal die ermittelten Ausgabenpositionen aus Finanzvorsatz Nr. 2 durch und fokussiere dich auf die grösseren Positionen. Denn genau da schlummert auch das grösste Einsparpotenzial.

Bei den Verträgen für Handy & Co. lohnt es sich oft, diese vorsorglich zu kündigen. Denn damit verschaffst du dir eine bessere Verhandlungsbasis bzw. hältst dir die Option eines Anbieterwechsels offen. Ein No-Brainer ist in der Schweiz der Krankenkassenwechsel. Da ja der Leistungskatalog in der Grundversicherung staatlich vorgegeben wird, kannst du jedes Jahr ohne Leistungseinbussen zur jeweils günstigsten Krankenkasse wechseln. Zudem lohnt es ich für die meisten, die maximale Franchise von 2’500 Franken zu wählen, vorausgesetzt ein Notgroschen für den Fall der Fälle liegt beiseite, womit wir beim nächsten Finanzvorsatz angelangt sind. 

Finanzvorsatz Nr. 4: Schulden tilgen und Notgroschen aufbauen

Weshalb sollte ich das tun?

Wenn du (konsum-)schuldenfrei lebst, existenzielle Risiken versichert hast und für nicht versicherte, unvorhergesehene Ereignisse jederzeit einen Notgroschen in ausreichender Höhe parat hast, ist das Fundament für ein unbeschwertes Leben gelegt. Du kannst also die angenehmen Seiten des Lebens geniessen und dich den nicht finanziellen Herausforderungen widmen. 

Finanzvorsätze
Nicht immer Liebe auf den ersten Blick: Der Notgroschen soll dazu dienen, die finanziellen Folgen von überraschenden und nicht versicherten Ereignissen zu decken.

Wie setze ich das um?

Mit der Erhöhung deiner Sparrate solltest du zuerst allfällige Schulden abbauen. Im Vordergrund stehen dabei die hochverzinslichen Konsumschulden, deren Schuldzinsen üblicherweise deutlich höher sind, als die zu erwarteten Wertsteigerungen von Aktien-ETFs. Konkret:

  • Konsumkredite mit Mitteln aus dem Spartopf schnellstmöglich zurückzahlen oder zumindest zu einem anderen Kreditgeber mit besseren Konditionen wechseln (Umschuldung).
  • Teilzahlungsoptionen bei Kreditkarten inaktivieren und durch kostenloses LSV ersetzen (Bei der populären Kreditkarte Certo! von Cembra beträgt beispielsweise der Schuldzins hohe 12.95% p.a.)  oder
  • statt Kreditkarten generell nur noch Debitkarten (ohne Kontoüberziehungsfunktion) verwenden.

Sind die Konsumschulden abbezahlt, erachten wir es als sinnvoll, für unvorhergesehene Ereignisse wie beispielsweise eine hohe Zahnarztrechnung oder ein unerwarteter Ersatz der Waschmaschine einen sogenannten Notgroschen anzusparen. Diese Rücklage könnte je nach Einkommen und Risikobeurteilung beispielsweise zwei bis drei Monatsgehälter betragen.

Wichtig: In der Schweiz bist du für viele existenzbedrohende Ereignisse wie Jobverlust, Krankheit oder Unfall gesetzlich abgesichert. Zusätzlich zu den obligatorischen Versicherungen lohnt sich eine private Haftpflichtversicherung, welche dich ebenfalls vor dem finanziellen Ruin schützen kann. Andere Versicherungen hingegen, welche verhältnismässig geringe finanziellen Risiken abdecken (z.B. der «Rund-um-Schutz für dein Handy») sollten gekündigt und im Schadensfall durch den Notgroschen oder über das laufende Budget gedeckt werden.

Den Notgroschen übermässig hoch anzusetzen, finden wir nicht sinnvoll. Denn beim Notgroschen verzichtest du ja bewusst auf Rendite. Stattdessen sollte dieser jederzeit verfügbar und sicher (d.h. ohne Risiko bzw. Wertschwankungen) sein.

Gemäss unserer Erfahrung eignet sich die Smartphone-Bank Yuh besonders gut für die Aufbewahrung deines Notgroschens: sicher, jederzeit verfügbar und verhältnismässig gut verzinst. Zudem ist die Kontoführung gratis. (Mit unserem Aktionscode YUHSFB sicherst du dir aktuell 50 CHF Trading Credits und unterstützt gleichzeitig unseren Blog.)

Finanzvorsatz Nr. 5: Regelmässig investieren

Weshalb sollte ich das tun?

Endlich, jetzt kommt der wichtigste Teil für ein finanziell unbeschwertes Leben, das Investieren. Es ist nicht nur der wichtigste Teil, sondern auch derjenige mit der höchsten Priorität (Motto: «Investiere heute, konsumiere morgen.»). Denn je früher du damit beginnst, desto stärker hilft dir Zinseszinseffekt beim Vermögensaufbau (vgl. Finanzvorsatz Nr. 1).

Wenn du das Investieren nicht priorisierst, wird es tausend Gründe geben, die Ersparnisse dem Konsum zuzuführen. Dieses Verhalten ist übrigens wissenschaftlich bewiesen und nennt sich das Parkinsonsche Gesetz. Demnach brauchen wir verfügbare Ressourcen tendenziell komplett auf. Im Kontext von Geld heisst dies, dass wir unabhängig der Höhe des Einkommens alles verkonsumieren – ausser eben wir verfügen über einen durchdachten Plan, welchen wir dir mit diesen fünf Finanzvorsätzen liefern wollen.  

Wie setze ich das um?

Kennen wir unsere finanzielle Situation, sind allfällige Konsumschulden getilgt und der Notgroschen angespart (vgl. Finanzvorsätze Nr. 2 und 4), können wir uns endlich mit dem Investieren beschäftigen. Basierend auf der Sparrate, welche wir mit den Finanzvorsätzen Nr. 2 ermittelt und mit Nr. 3 erhöht haben, geht es jetzt darum, das angesparte Geld rentabel anzulegen.  

Nach Umsetzung der zuvor beschriebenen Finanzvorsätze und bei einem Anlagehorizont von zehn und mehr Jahren kannst du deine Sparrate oder Teile davon investieren bzw. damit Monat für Monat ein breit diversifiziertes Portfolio mit Aktien-ETFs aufbauen. Dies sollte unbedingt regelbasiert und automatisiert mittels eines ETF-Sparplans geschehen.

Konkret richtest du bei deiner Hausbank einen Dauerauftrag ein, um zu Beginn eines jeden Monats dein Wertschriftenportfolio, sei es bei einem Online-Broker oder einem Robo-Advisor, aufzustocken. Ergänzend dazu aktivierst du einen weiteren Dauerauftrag, womit du monatlich deine wertschriftenbasierte 3. Säule der Altersvorsorge (z.B. bei Viac) bis zum maximal zulässigen Jahresbetrag speist.

Im nächsten Artikel werden wir auf diese Finanzvorsätze aufbauen und das Thema «ETF-Sparplan Schweiz» weiter vertiefen.

– P a r t n e r a n g e b o t –

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Fazit zu den Finanzvorsätzen

Die Umsetzung dieser fünf Finanzvorsätze erachten wir als Fundament für deine finanzielle Freiheit. Ein erfolgreiches Gelingen hängt also einerseits von deinem Money-Mindset ab und andererseits davon, wie du deine Finanzen organisierst. Ersteres entwickelst und schärfst du durch Finanzbildung und praktische Erfahrung als Investor:in. Letzteres erreichst du durch Kenntnisse deiner Finanzsituation, Automatisierung deiner Investitionen mittels eines ETF-Sparplans und last but not least durch eine kluge Wahl von für dich geeigneten Finanzpartnern/-produkten.

Wie eingangs erwähnt, geht es bei unseren Finanzvorsätzen nicht darum, möglichst viel Geld zu scheffeln, um des Geldscheffelns Willen. Stattdessen soll dir ein hohes Nettovermögen ein in finanzieller Hinsicht unbeschwertes, selbstbestimmtes Leben jenseits des Hamsterrads ermöglichen. Ein lohnendes Ziel, wie wir finden.

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Disclaimer

Haftungsausschluss: Investieren birgt Verlustrisiken. Du musst selbst entscheiden, ob du diese Risiken tragen möchtest oder nicht.

Irrtum vorbehalten: Wir haben diesen Artikel über fünf Finanzvorsätze fürs neue Jahr nach bestem Wissen und Gewissen geschrieben. Unser Ziel ist es, dir als Privatanleger:in möglichst objektive und aussagekräftige Informationen rund ums Thema Finanzen zu liefern. Sollten uns dennoch Fehler  unterlaufen sein, sind wichtige Aspekte vergessen gegangen und/oder nicht mehr aktuell, so sind wir dir für entsprechende Hinweise dankbar.

2 Kommentare

  1. Anne K. sagt:

    Interessante Tipps. Tatsächlich finde ich beim Thema sparen sollten wir von unseren Großeltern lernen. meine Oma hat mir beigebracht zu gärtnern, zu nähen, Hausmittel herzustellen und Kleinigkeiten im haus zu reparieren. So zahle ich zwar z.B. für Schrebergarten und gute Werkzeuge, sowohl für den Garten als auch für meine Wohnung, aber ich spare mir meistens einen Handwerker zu holen, Gemüse/Gewürze/Putzmittel einzulaufen, ich muss nicht immer Hose oder Shirt wegschmeißen uns neu kaufen und so weiter. Das Geld kann ich dann investieren, ist mehr als man denkt, wenn ich so die Ausgaben von Freunden betrachte.

  2. Thilo sagt:

    Mal ehrlich, beim Thema Finanzen denken viele von uns doch zuerst ans Sparen, weniger ans Ausgeben, oder? Der Abschnitt über die Erhöhung der Sparquote im Artikel hat mich schon zum Nachdenken gebracht. Sicher, sparen ist wichtig, aber manchmal könnte ein bisschen mehr Ausgeben, gerade in Richtung Weiterbildung oder Qualitätsprodukte, die einem lange erhalten bleiben, nicht auch eine Art von Investition sein?
    Vielleicht ist es ja ein Balanceakt – nicht nur die Sparquote erhöhen, sondern auch gezielt in Dinge investieren, die uns auf lange Sicht weiterbringen.

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